PKV für Beamte

PKV für Beamte

Beratung und Angebote vom Fachmann

Auch für Beamte gilt die allgemeine Versicherungspflicht, um eventuelle Krankheitsfälle abzusichern. Hier gibt es durch die unterschiedlichen Regelungen der Bundesländer und der Versicherer Gestaltungsspielraum. Holen sie das beste für sich heraus – Beratung und Vergleich lohnt sich!

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Warum die PKV für Beamte sinnvoll ist

Grundsätzlich ist kein Beamter verpflichtet, sich privat zu versichern, insofern er nicht die gesetzlich festgelegte Einkommenshöchstgrenze überschreitet. Besagte Grenze ändert sich jährlich. Eine PKV für Beamte hat allerdings klare Vorteile gegenüber der GKV, die nicht von der Hand zu weisen sind. Bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmern übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte der Versicherungskosten. Beamte nehmen hier jedoch eine Art Sonderrolle ein:

  • Der Dienstherr beteiligt sich hier nicht an den Kosten der GKV, weswegen Mitarbeiter des öffentlichen Diensts die Beiträge vollständig übernehmen müssten.
  • Über die sogenannte Beihilfe unterstützt der Dienstherr jedoch den Beamten und dessen Ehepartner sowie Kinder unter 25 Jahren finanziell in puncto Heilkosten.
  • Die Beteiligung kann variieren, liegt in den meisten Fällen jedoch zwischen 50-80 Prozent.

Die verbleibenden Kosten können entsprechend über eine private Krankenversicherung abgedeckt werden. Die private Krankenversicherung stellt für Beamte folglich in den meisten Fällen die günstigere Variante dar.

Beihilfetarife

Es gibt keinen fixen Satz oder Tarif, mit dem sich der Dienstherr an den Heilkosten für Beihilfeberechtigte und deren Familie beteiligt. Die Höhe der erstattungsfähigen Behandlungskosten richtet sich nach den jeweiligen Beihilfevorschriften. So erhalten beispielsweise Beamte mit vielen Kindern oder auch Pensionäre einen höheren Beihilfesatz als andere Beamte.

Die Kinder sowie Ehepartner des Beamten werden ebenfalls mittels Beihilfe bei der Zahlung von Heilkosten unterstützt. Einzige Voraussetzung: Der Partner darf keine eigene Krankenversicherung haben und der Nachwuchs muss noch kindergeldberechtigt sein.

Es gibt zahlreiche Beihilfetarife und allein 16 verschiedene Beihilfeverordnungen. Da an dieser Stelle jedes Bundesland andere Vorschriften hat, ist eine pauschale Aussage über Kosten und beinhaltete Leistungen nicht möglich.

Die Beihilfe ergänzen

In einigen Punkten weist der Beihilfesatz für Beamte Lücken auf. So zum Beispiel bei Sehhilfen, Leistungen von Heilpraktikern, Laborkosten oder Tagegeld im Fall einer notwendigen Kur. Es kann also vorkommen, dass Privatversicherte hier sämtliche Kosten erstattet bekämen, während Beamten mit Beihilfeanspruch Restbeträge bleiben, die aus eigener Tasche gezahlt werden müssen. Die privaten Versicherer bieten aus diesem Grund Beihilfeergänzungstarife an, die Beamten hilft, diese Kostenlücke zu schließen und sich vollständig abzusichern.

Welche PKV für Beamte?

Den richtigen Anbieter finden

Wie auch bei gesetzlichen Krankenversicherungen birgt auch die PKV für Beamte eine große Menge an Tarifen und Versicherern. Am bekanntesten sind an dieser Stelle wohl die HUK-COBURG, die Hanse Merkur und die Allianz. Es gibt jedoch eine Vielzahl weiterer Versicherer, weswegen ein Vergleich durchaus ratsam ist. Denn nicht nur die Frage nach der Versicherungsgesellschaft entscheidet über die Kosten des Versicherungsnehmers, sondern auch dessen Wünsche und Anforderungen an den Versicherungsschutz. Die meisten privaten Krankenversicherungen schließen beispielsweise Chefarztbehandlungen, Einzelzimmer bei stationärer Behandlung sowie die Krankenhauswahl ein. Dennoch lohnt sich ein genauer Blick auf die Konditionen und Policen. Vor allem bei speziellen Leistungen wie Zahnbehandlungen, Zahnersatz oder Kieferorthopädie reicht auch der Schutz der PKV in einigen Fällen nicht aus. Es empfiehlt sich, wie bei allen Krankenversicherten, eine Krankenzusatzversicherung oder ein Beihilfeergänzungstarif.

Die Beihilfe erstattet nur die Hälfte der Kosten

Die Bundesbeihilfeverordnung und die entsprechenden landesrechtlichen Vorschriften enthalten umfassende Leistungskataloge der Maßnahmen, die von der Beihilfe bezuschusst werden. Teilweise entsprechen sie dem, was auch gesetzlich Versicherte nach dem Fünften Sozialgesetzbuch erhalten, teilweise gehen die Leistungen deutlich darüber hinaus. Die Erstattung von Chefarztbehandlung und Zweibettzimmer im Krankenhaus sind beispielsweise Wahlleistungen, die man ansonsten nur aus der Privaten Krankenversicherung kennt.

Bei aller Großzügigkeit bleibt aber eine gravierende Einschränkung:

  • Ein aktiver Beamter erhält üblicherweise nur eine Beihilfe von 50 %, Pensionäre und Angehörige etwas mehr.
  • Die Hälfte seiner Krankheitskosten müsste der Beamte also ohne ergänzenden Versicherungsschutz selbst tragen.

Und das kann teuer werden:

  • Eine umfassende Sanierung der Zähne kann auch bis 10.000 € kosten,
  • eine Krebsbehandlung über einige Monate kann je nach eingesetztem Medikament mit 100.000 € oder mehr zu Buche schlagen.

Beamtentarife der Privaten Krankenversicherer

Niemand wird ernsthaft bereit sein, ein solches Risiko selbst zu tragen. Eine Absicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung scheidet in aller Regel aus. Aber die private Versicherungswirtschaft hat für Beamte attraktive Angebote, die speziell auf die besonderen Gegebenheiten der Beihilfe abgestimmt sind.

Die Beihilfe- oder Beamtentarife zeichnen sich dadurch aus, dass sie die zu erwartenden staatlichen Leistungen als Selbstbeteiligung vereinbaren. Mit diesem Trick werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen:

  1. Erstens ergänzen sich Beihilfe und Private Krankenversicherung ideal zum vollwertigen Versicherungsschutz ohne gefährliche Lücken oder unwirtschaftliche Überschneidungen.
  2. Zweitens reduziert die hohe Selbstbeteiligung den Beitrag. Damit bekommt der Beamte einen Ausgleich dafür, dass sein Dienstherr die Privatversicherung nicht bezuschusst.

Sonderfall: Beamtenanwärter

Beamtenanwärter oder auch Beamte auf Widerruf sind ebenfalls nicht verpflichtet, sich in der GKV zu versichern. Zu dieser Gruppe zählen beispielsweise Lehramtsanwärter oder Beamte in der Probezeit, die bis zu drei Jahren dauern kann. Auch Anwärter auf die Beamtenlaufbahn haben natürlich einen Anspruch auf die Beihilfe ihres Dienstherren. Bemerkenswert ist, dass beispielsweise Lehramtsanwärter von besonders günstigen Anwärtertarifen der PKV profitieren. Diese speziellen Tarife haben jedoch in den meisten Fällen ein Höchstalter von 34 Jahren. In Einzelfällen kann dieses jedoch auch höher sein. Es ist auch für Anwärter des Beamtenstatus‘ ratsam, sich privat zu versichern, denn: Je niedriger das Eintrittsalter in die PKV, desto niedriger sind die Beiträge.

Freie Heilfürsorge

Eine besondere Form der Fürsorge im öffentlichen Dienst bildet die freie Heilfürsorge. Sie ist für Beamte gedacht, die einem besonderen Berufsrisiko ausgesetzt sind, wie beispielsweise

  • Berufsfeuerwehrleute,
  • Polizeibeamte oder
  • Beamte in Justizvollzugsanstalten.

Im Gegensatz zur Beihilfe werden dem Beamten im Falle einer beantragten Heilfürsorge sämtliche Behandlungskosten in voller Höhe erstattet. Sie gilt jedoch nicht für dessen Ehepartner oder Kinder. Der Anspruch auf Heilfürsorge erlischt mit dem Eintritt des Beamten in die Pensionierung. Es empfiehlt sich also, neben der Altersvorsorge, Lebensversicherung und Pflegeversicherung eine Anwartschaft für eine Krankenversicherung abzuschließen. Dies gilt natürlich auch für Personen, die sich nicht in der Heilfürsorge befinden, sondern stattdessen beihilfeberechtigt sind. So sind Beamte optimal für den Ruhestand gerüstet.

Individuelle Beratung: Der Weg durch den Versicherungs-Dschungel

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Für sämtliche Beamtengruppen gibt es unterschiedliche Bemessungsgrenzen, die die Beihilfe des Dienstherren bestimmen. Der Weg durch die Beihilfevorschriften und Beihilfeergänzungen ist kein leichter. Je nach Bundesland variieren Regelungen und Vorschriften, die in jedem Fall beachtet werden sollten. Eine persönliche Beratung hilft dabei, den optimalen Beamten-Tarif zu ermitteln, der nicht nur den Mitarbeiter des öffentlichen Diensts, sondern auch dessen Familie bestmöglich absichert.

Risiken bei der Versicherungswahl

Die Wahl des richtigen Versicherers ist später schwer zu korrigieren. Zwar kann man die aufgebauten Alterungsrückstellungen unter Umständen zu einem neuen Anbieter mitnehmen und damit einen Ausgleich dafür schaffen, dass der neue Versicherer seinen Preis nach dem gestiegenen Eintrittsalter kalkuliert.

Wenn sich aber Ihr Gesundheitszustand inzwischen verschlechtert haben sollte, werden Sie einen neuen Vertrag entweder gar nicht oder nur mit Risikozuschlägen oder Leistungseinschränkungen bekommen. Es lohnt also, vor dem Vertragsabschluss zu überlegen, welchem Unternehmen man sein Vertrauen schenken möchte.

Die Leistungen der Versicherer unterscheiden sich bei den Beihilfetarifen nicht wesentlich. Besonderheiten gibt es vor allem in den Bereichen, die bei der Beihilfe nur begrenzt erstattet werden, zum Beispiel Heilpraktiker, Psychotherapie und Zahnersatz. Wer deswegen aber nur auf den aktuellen Beitrag schaut, denkt zu kurzfristig. In verfügbaren Ratings wird auch die Bonität des Versicherers bewertet, also seine finanzielle Leistungsfähigkeit. Daraus und aus der Beitragsentwicklung der Vergangenheit lässt sich ableiten, ob die Beiträge in Zukunft eher stabil bleiben, oder ob mit überproportionalen Steigerungen zu rechnen ist.

Fazit

Trotz Beihilfe haben Beamte und deren Angehörige erhebliche Anteile ihrer Krankheitskosten selbst zu tragen. Damit bei schweren Erkrankungen und teuren Behandlungen zu den gesundheitlichen Problemen nicht auch noch finanzielle Schwierigkeiten hinzukommen, ist der Abschluss einer Privaten Krankenversicherung für Beamte dringend anzuraten. Die Tarife sind auf den besonderen Bedarf der Beamten abgestimmt und erlauben deshalb umfassenden Versicherungsschutz zu einem günstigen Preis.